Der Zughundesport

Der Hund als Zugtier ist den meisten als Schlittenhund bekannt, aber auch an vielen anderen Stellen wird bereits seit 500 Jahre v. Chr., so z.B. noch bis zum 1. Weltkrieg, die Kraft der Vierbeiner zum Lastentransport genutzt. Heute ist diese Form der Arbeit nicht mehr von Nöten. Sie wurde durch moderne Maschinen ersetzt. Stattdessen machen wir uns das natürliche Bedürfnis der Tiere nach Bewegung und Beschäftigung sportlich zu nutze. Die Sportarten „Canicross“, „Dogscooter“ und „Bikejöring“ sind dafür ideal und weder gebunden an Rasse, Größe, Alter oder Wohnort der Tiere. Lediglich eine gewisse Fitness und eine ausreichende Gesundheit sind von Nöten.

Lesen Sie hier, wie sich die unterschiedlichen Sportarten unterscheiden und welche Ausrüstung Sie brauchen, um sowohl Ihrem Tier als auch Ihnen gerecht zu werden. Zusammen lässt sich so der Spaß an Bewegung, ein sportlicher Ausgleich und jede Menge gemeinschaftliche Zeit erleben.

Canicross

Beim Canicross bilden Mensch und Hund ein Team. Ziel ist es eine vorgegebene Wegstrecke, den „Trail“, in möglichst kurzer Zeit gemeinsam zu absolvieren. Der Läufer ist dabei mit seinem Hund durch eine Rückstoßdämpferleine verbunden und trägt dazu einen Gurt, den sogenannten „Running Belt“, um den Körper. Gestartet wird bei Wettkämpfen in verschiedenen Altersklassen für Kinder und Erwachsene sowie nach Geschlechtern getrennt. Im Gegensatz dazu, gibt es bei den meisten Hunderennen keine Unterteilung in unterschiedliche Hunde-Klassen. So können sowohl ein Mischling als auch ein Rassehund mit meterlangem Stammbaum teilnehmen. Der Läufer muss hohen Anforderungen gerecht werden. Es bedarf hier einer guten Ausdauer, gefolgt von einer gesunden, muskulären Grundstabilität und einem geübten Laufstil. Die Teilnahme der Hunde an Wettkämpfen ist mit Vollendung des 12. Lebensmonats möglich.

Ausrüstung Hund: Zuggeschirr, Zugleine mit Ruckdämpfer, optional: Booties/Mantel

Ausrüstung Mensch: Laufschuhe, Outdoor Sportkleidung, Beckengurt, Erste-Hilfe-Set

Dogscooter

Ein Dogscooter ist eigentlich nichts anderes als ein überdimensionierter Tretroller, wie ihn viele noch aus Kindertagen kennen. Allerdings ist er mit einigen technischen Modifikationen wie leistungsstarken Bremsen und zum Teil auch einer speziellen Federung ausgestattet. Die Zugleine ist am Scooter über eine sogenannte „Antenne“ befestigt. Der Mensch kann sich durch Abstoßen mit dem Fuß vom Boden in puncto Beschleunigung einbringen und so den Hund bestmöglich unterstützen, während dieser den Scooter samt Fahrer zieht. Hier spielt das Team Mensch und Hund eine entscheidende Rolle. Der Fahrer kennt seinen Hund sehr gut und weiß zu 100 %, wo und wie er seinen Hund aktiv unterstützen muss. Die Teilnahme der Hunde an Wettkämpfen ist mit Vollendung des 18. Lebensmonats möglich.

Ausrüstung Hund: Zuggeschirr/Zugleine mit Ruckdämpfer, optional: Booties/Mantel

Ausrüstung Mensch:  Scooter, Helm, Brille, Handschuhe, feste Schuhe, Outdoorkleidung, Erste-Hilfe-Set, optional: Protektoren.

Bikejöring

Bikejöring ist eine weitere Möglichkeit, im Zughundesport aktiv zu sein. Der Hund ist dabei mit einer „Jöringleine“ fest mit dem Bike verbunden. Ähnlich wie beim „Dogscooter“ kann sich der Mensch mittels der Pedale des Bikes wie beim Radfahren unterstützend für den Hund einbringen. Die Teilnahme der Hunde an Wettkämpfen ist mit Vollendung des 18. Lebensmonats möglich.

Ausrüstung Hund: Zuggeschirr/Zugleine mit Ruckdämpfer, optional: Booties/Mantel

Ausrüstung Mensch: Scooter, Helm, Brille, Handschuhe, feste Schuhe, Outdoorkleidung, Erste-Hilfe-Set, optional: Protektoren.